„Wie niedlich sie tanzen. Wie die Elfen. Sieh mal.“
Unsere beiden Kleinen hatten ihren ersten großen Ballettauftritt und waren stolz und aufgeregt und hatten rote Gesichter.
In ihren Tütüs sahen sie etwas overdressed aus, aber die dünnen Beinchen unter ihren Röckchen machten daraus etwas so niedliches, dass es einem die Tränen in die Augen trieb.
„Ich habe solche Schmerzen in den Beinen. Ich muss heim. Kannst du Alina nachher mitbringen? Es hat keinen Sinn zu warten, bis sie fertig sind. Ich muss mich hinlegen.“
Der Arzt meinte eine Woche später, Verdacht auf Thrombose und das bestätigte sich auch.
Einige Tumore verursachen Thrombose.
Das Mamakarzinom, das im Blutbild feststellbar war, war auf Ultraschall und CT nicht mehr auffindbar.
Dafür hatte es ganze Arbeit geleistet. In Leber, Rückenmark und Hirn befanden sich bereits Metastasen.
Als ich sie im Krankenhaus besuchte, freute sie sich darauf, am nächsten Tag heim zu können.
Daraus wurde nichts, weil sie auch in der Lunge Herde aufgefunden hatten und sie erst auf Medikamente einstellen wollten. Eine Chemo war sinnlos.
Sie entließen sie eine Woche später auf eigenen Wunsch zum Sterben daheim.
Sie wollte ihre letzte Zeit nicht im Krankenhaus zubringen und wusste, dass es vorbei war.
9 Wochen nach der Diagnose starb sie zu hause im Kreis ihrer Lieben, die sie in den letzten 2 Wochen Tag und Nacht rund um die Uhr begleiteten.
Die kleine Alina verlor ihre Mama mit 9 Jahren
vor 2 Tagen
