Freitag, 31. Juli 2009

dumm gelaufen

Da hab ich den Salat.
Trotz aller Online-Versuche von Samsung und Durchchecken durch den nebenörtlichen Handy-Rep.-Dienst war wohl nix zu machen. Mein Handy muss eingeschickt werden.
Nette Eröffnung zum Wochenende:
"Frau Rotzlöffel, in der Regel dauert es 2-3 Wochen, bis das Gerät wieder da ist. Wir konnten den Fehler hier nicht beheben."
Och nö mensch ... ich glaube, ich hab den Elektronik-Kobold auf Lebenszeit gepachtet.
Jetzt ticker ich hier mit unserer Uralt-Handyschlampe(einem uralten Nokia 3210) durch die Gegend.

Allein es mitzuschleppen verursacht nen mittelschweren Rückenschaden. Über die sicherlich nicht unerhebliche Strahlung dieses Kofferhandys, mit der man womöglich meine ganze Umgebung zum Leuchten bringen könnte denk ich besser nicht nach.
Ne SMS zu tippen dauert Stunden und nachher kann man nicht mal mehr sehen, was man wann zum Besten gegeben hat. Mal ganz abgesehen von der Rechtschreibung, die schier unmöglich einzuhalten ist.
Wie schnell man sich an neue Technik und ihren Komfort gewöhnt ist mir erst die letzten Tage klar geworden.

Nix mit Fotos, Bildern, Musik.
Aber man will ja nicht endlos meckern. So ein altes Dingen, das im Falle eines High-Tech-Ausfalls herhält und in solchen Fällen von einem Familienmitglied zum andern wandert hat ja schließlich auch was. Und wenns nur Gewicht und Erreichbarkeit ist ... *fluch*

Spruch meiner Tochter:"Peinliches Teil. Lass das bloß in der Handtasche und in keinem Fall in der Hosentasche. Das brennt dir Löcher in den Hintern."

Drogen

Rotzlöffel:"Gut, dass wir Nils haben. Der zickt nicht so rum wie meine Mädels." (A.d.R.: Nils=Freund von Großtochter)
Buck:"Sieh zu, dass du ihm genug Valium und andere Drogen verabreichst, dann bleibt er vielleicht."
Nils:"Strike, wo er Recht hat, hat er Recht. Das würde die Sache extrem vereinfachen."
Prima, danke :-(

Donnerstag, 30. Juli 2009

chinesisches Horoskop

Mir fällt nix ein, irgendwie is Sommerloch und Kreativpause.
Da kann man auch mal was "allgemeines" hier reinkopieren, gell?



Schlange

Die kluge schöne Psychologin.
Unser westliches Verständnis einer "Schlange" hat mit dem des chinesischen Horoskops überhaupt nichts zu tun, im Gegenteil: In vielen Religionen wird die Schlange ja auch als Gottheit verehrt. Schlangen sind klug, Schlangen schauen instinktiv "hinter die Kulissen" und sind damit im Vorteil, die Situation sofort analysieren zu können. Haben Sie also etwas zu verbergen, weichen Sie der Schlange besser weiträumig aus.

Diese Fähigkeit umgibt die Schlange mit einer gewissen Aura, die bei anderen Furcht erwecken kann. Dazu kommt, dass sich die Schlange gut präsentieren kann und sehr viel Wert auf ihr Äusseres legt. Ihr Interesse und ihr legendäres Können bezüglich Verführungskünsten ist zwar schön, aber lediglich Teil ihres unbewussten Studiums der Psychologie des Menschen. In Hollywood-Filmen wird das natürlich als "die schöne böse Schlange" umgesetzt. Aber etwas Eifersucht ist schon immer dabei, wenn wir diesen Typus betrachten, oder meine Damen?

Die Schlange ist grundsätzlich ein angenehmer Zeitgenosse, wenn Sie sie anständig behandeln. Falls Sie einen Rat brauchen, wird die Schlange sofort zur Seite stehen. Wenn Sie ihr Freund sind, unterstützt Sie die Schlange sogar dann, wenn Sie im Unrecht sind und wird für Sie kämpfen. Umgekehrt erwartet die Schlange dann die gleiche Loyalität, enttäuschen Sie sie nicht! Denn dann kann es übel werden: Die Schlange verfügt über ein ausgezeichnetes Gedächtnis - sie vergisst nie! Und sie hat alle Zeit der Welt, sie wird nicht sofort, und erst recht nicht zu einem offenen Schlagabtausch, antreten...

Wer eine Schlange sein eigen nennen will, der muss über eine stabile finanzielle Lage verfügen. Und der Schlange viel Freiheiten lassen. Das heißt aber nicht, dass Sie sich das gleiche Recht herausnehmen dürfen - und vergessen Sie nicht: Die Schlange hat ja das, was man landläufig den 6. Sinn nennt!
Liebe
Die Schlangen sind wahre Verführer. Sie wollen sich aber nicht in die Karten schauen lassen. Ein kleines bisschen Eifersucht bringt doch eine Beziehung erst so richtig in Schwung? Sie sind wahre Diven und wehe, sie werden nicht so behandelt.
Beruf und Finanzen
Schlangen verfolgen konsequent ihre Ziele, auf welch verschlungenen Wegen auch immer. Charmant wie sie sind, gewinnen sie ohne zu kämpfen. In Gelddingen sind sie kluge Taktiker und haben immer ein Ohr für das eine oder andere gute Geschäft.
Gesundheit
Schlangen sind sehr diszipliniert, was ihre Gesundheit angeht. Der Grund ist allerdings ihr kleiner Dünkel, immer eine gute Figur abzugeben. Deshalb haben es ihnen all die kleinen Schönheits- und Wellnessmittelchen angetan. Dazu Powerjoga für einen sexy Po!

Nun frage ich mich grad nach Lesen des letzten Satzes, ob ich wirklich ne Schlange bin und ob ich noch ein Eis essen sollte ... hmmmmmm

Dienstag, 28. Juli 2009

Award




Du liebe Zeit, nu hats mich erwischt. Ich weiß zwar gar nicht warum und was Arwen so sehr lesenswert findet, dass ich diese Ehre verdient habe aber ich fühl mich geehrt und bin stolz drauf. Danke dir!!!

Eigentlich schreibe ich nur die in meinen wirren Synapsen hin- und hersausenden Gedanken in diesen kleinen Kasten und teil mich ein bisschen mit. Schön, wenn es einigen gefällt und ich vielleicht hin und wieder ein Lächeln zaubern kann, von mir aus auch ein Kopfschütteln, wie ich kürzlich vernahm.
Buchstaben sind Geschmackssache, sagte der Affe und biss in das große O.

Und bevor ich jetzt anfange meiner Mutter für meine Geburt zu danken, meinem Provider für den Internetzugang, meinem Miniarbeitgeber, dass ich mir das hier noch leisten kann, meinen Kindern, dass sie so schnell gewachsen sind, dass ich jetzt wieder n bissken Zeit für mich hab und dem Milchmann, dass er mich nicht mehr aufhält, geb ich kurz die Regeln für den Award bekannt und reiche ihn weiter.

Here they are:

Dieser Award wird vergeben für:
- Ansporn für den eigenen Blog
- bringt ein Lächeln auf dein Gesicht, weil er so viel Freude verbreitet
- gefüllt mit vielen Informationen
- hat einen Blog der dir sehr gut gefällt
- dieser Blog hat dich einfach so, aus irgendwelchen Gründen positiv überrascht.

und weiter gereicht wird er so:
* Setz diesen Preis auf deinen Blog.
* Ernenne selbst wieder 5 Blogs denen du diesen Preis übergeben möchtest.
Teile es den Auserwählten mit und erfreue dich dann an den Reaktionen!
* Natürlich benenne auch die Person, welche dich beschenkt hat, sie wird
sich sehr freuen!

Und nun muss ich ihn weiterreichen und sag auch gleich warum ich das tu und zwar an 6 statt an 5:

An Lilly Weil sie mich an vieles erinnert, was ich selbst durch habe und weil sie mich mit ihrer manchmal frechen Schnute zum Lächeln bringt und trotzdem den Tiefgang nicht vermissen lässt.

An den Geschichtenerzähler weil ich mich manchmal auffm Boden kugel, wenn er schreibt. Du bist viel rotzlöffeliger als ich und ich mags, wenn Menschen die alltäglichen Dinge mit so viel Schalk im Nacken betrachten. Hier sozusagen ein Doppeaward.

An Railway in dessen Blog man umfangreiche Kenntnisse der deutschen Sprache benötigt, damit man lesen kann und bei dessen Einträgen ich zu 98% ein feistes Grinsen im Gesicht habe. Auch n Doppelaward somit denn die beiden letzten sind gemeinsam mit Herrn Piep auch:

Die Schreiberlinge vom echt kriminellen Blog in dem ich liebend gerne lese. Auch wenn ich dort sonst nicht kommentiere, weil die Geschichte einfach für sich steht: Hier zeigt sich, was man wunderbares gemeinsam auf die Beine stellen und dass Geniales dabei heraus kommen kann. Alle Achtung. Bloß nicht aufhören. Ich möchte weiter schmökern und die Geschichte irgendwann einmal als gebundene Ausgabe erwerben können.
Womit ich nun auch Herrn Piepenhaben nicht vergessen habe, was mir ein Bedürfnis war. Freche Klappe und nie drauf gefallen und meist mit den besten Anregungen zu Sparverhalten und Wäsche unterwegs ;o)! Doppelaward demnach und das verdient.

Und an my best Kumpel & Malmuse Buck, der mal wieder fast im Erdboden versunken ist (du Sack!) Aber wenn er da ist, macht er aus nem Nix ne Geschichte und hat den wunderbaren, pechschwarzen und manchmal bösartigen Humor, den ich so liebe. Komm raus du Lump und schreib weiter!!! ... zaggisch... So belagert ist kein Mensch ;o)

Sonntag, 26. Juli 2009

Die tiefsten Löcher sind nicht groß genug

Samstag, 25. Juli 2009

Glücksdiät von gestern

FRÜHSTÜCK
1 Grapefruit
1 Scheibe Vollkorntoast
1 Tasse Magermilch

MITTAGESSEN
1 kleine Portion fettfreies Hähnchenfleisch
1 Tasse Spinat
1 Tasse Kräutertee
1 StückSchokolade (als Nervennahrung)

NACHMITTAGSSNACK
... den Rest der Tafel Schokolade
1 Dose Manhattan Eiscreme mit Schokosplittern

ABENDESSEN
4 Gläser Wein (rot oder weiss)
2 Stangen Knoblauchbrot
1 Familienpizza Speziale oder
1 Riesenteller Spaghetti-Carbonara (geht nehm beides)
3 Snickers oder 1 Schachtel MonCherie
(wahlweise 3 Tüten StorckRiesen + 1 Tüte Gummibärchen)

MITTERNACHTSSNACK
1 ganzen Käsekuchen, direkt und eisgekühlt aus dem Kühlschrank....

Freitag, 24. Juli 2009

Mein Servicekönig dieser Woche ist

Samsung. Absolut klasse!

Ich habe mir vor nem knappen Jahr das Samsung SGH-U600 zugelegt. Es ist nicht nur wunderschön und handlich, es ist mit allem ausgestattet, was Frau so braucht und einfach nur schick.
Nu hats leider seine Macken.
Ich habs als Neuware natürlich mit Garantie für nicht einmal die Hälfte im E+-Shop bekommen, weil es eins der Geräte war, die Kunden bei Vertragsverlängerung nicht nehmen, weil ihr altes noch funktioniert und sie damit zufrieden sind.
Gut für mich. Statt 189,- Euronen, die es damals gekostet hätte, hab ich es für 69,- bekommen und das ist ja mal was, nicht?

Jetzt muckts. Es will sich nicht mehr mit meinem Rechner verbinden.
Ganz doof, denn die Digitalkamera, die vor kurzem noch diese tollen Bilder aufnahm, hat ihr Display beerdigt und ist Schrott. (Ich wette, sie ist meiner Tochter doch in die Wupper gefallen)
Nun bliebe nur noch mein Handy, das jetzt auch nix mehr hergibt, was es einmal im Ordner hat; ich bekomms ja nicht übertragen.
Also is zur Zeit nix mit fotografieren.

Nach erneutem Aufspielen der Software auf meinen Rechner, Zurücksetzen auf den ursprünglichen Stand blieb alles ohne Erfolg.

Ein Anruf bei Samsung und ich habe sofort eine neue Konfiguration per SMS geschickt bekommen, einschließlich Zugangsdaten für ihre HP, Downloadvorschläge für den Rechner, Tips und Tricks und einer detaillierten Installationsanleitung in ner Mail als PDF.
Damit hätte es funktionieren können.
Hats aber leider nicht.
Noch ein Anruf, der Wunsch, noch einmal mit dem freundlichen Herrn sprechen zu dürfen, der das Problem ja jetzt schon kannte und weil er nicht erreichbar war, wurde ein Rückrufwunsch notiert.
Um 16:50 rief mich der nette Herr zurück und hat mit mir per Telefon an meinem Rechner alles mögliche versucht.
Nichts half und trotz sorgfältiger Installation, vorherigem Ausschalten der Firewalls und Virenschutzprogramme tat sich nix.
Mein Rechner erkennt das Handy nicht und berichtet: Ein angeschlossenes Gerät funktioniert nicht ordnungsgemäß.
Nichts trug sich im Gerätemanager ein, nichts war unter den Modems zu finden und so bekam ich nach etlichen Versuchen und "von-hinten-durch-die-Mitte-ins-Auge-Versuchen" die Adresse einer Firma, die es durchchecken kann.
Der Herr hat sich über eine Stunde Zeit genommen, war unglaublich freundlich, dabei geduldig, kompetent und ideenreich.
Auch wenn es nicht viel geholfen hat, bin ich begeistert von diesem Service.
Ok, hätte er ne unangenehmere Stimme gehabt, wärs auch sicher weniger angenehm gewesen *höhö*

Donnerstag, 23. Juli 2009

Base und ihre Schnarchsäcke

Rotzlöffel hat nen Handyvertrag mit Base, dem größten Schnarchverein unter Gottes Sonne.
Es fing damit an, dass ich vor nem Jahr bei Vodafone weg bin und mir online eine Base-Karte zugelegt habe.
Die funkionierte nicht. Der Wechsel der SIM brachte keine Besserung, also hab ich sie innerhalb der 14-tägigen Rückgabefrist zurückgeschickt und gekündigt.
1. Frechheit:
"Leider können wir Ihre Kündigung nicht entgegen nehmen, da Sie die Sache ja in Gebrauch hatten."
Wie bitte? Natürlich hatte ich die in Gebrauch gehabt. Wie hätte ich auch sonst feststellen können, dass das Dingen schrott ist? Habt Ihr nen Knall?

Ein Brief mit :"Jungs und Mädels, zieht Euch warm an, denn ich habe ein Rückgaberecht und darf mich auch vom ordnungsgemäßen Zustand der Sache überzeugen. Eure AGB steht leider nicht (für mich gut, für Euch echt schlecht) über Europarecht und dem damit verbundenen Käuferschutz und damit seit Ihr im Eimer, was mich betrifft. Klagt mal, das sitz ich locker aus. Pfffff."

Es ging schnell, sie haben noch zwei-, dreimal gemuckt und dann kleinbei gegeben.

Da ich mir aber dachte, ich mach das mal nicht mehr online mit Base sondern geh ma innen Shop, schließ da ab und dann haste notfalls jemanden, den du am Kanthaken ziehen kannst, hab ich den gleichen Vertrag mit anderer Nummer im Shop für nen 5er mehr abgeschlossen.
Gibt nix vergleichbar günstigeres und ich wollte E+, weil meine Kids das auch haben.

Nu kam die Rechnung, ich hab ein wenig gewartet und dann gezahlt.
Was machen die Bekloppten? Sperren mir Freitags das Handy und Klein-Rotzlöffel guckt doof aus der Wäsche und versteht die Welt nicht mehr.
Rechnungsdatum 30.4. für den Zeitraum bis einschl. 20.4., Eingang 12.5. und ich hab am 18. bezahlt. Also alles noch im Rahmen.
Aber ne. Da hatten die schon die nächste Rechnung zum Soll stehen. Nur hatte ich die natürlich noch gar nicht und als das Geld bei denen ankam, haben sie mal eben so mir nix dir nix auf die neue Rechnung gebucht, von der ich noch keinen blassen Schimmer hatte.

So machen die das. Die frischeste Rechnung wird ausgeglichen, die alte bleibt offen, ob man davon was weiß oder nicht. Hattu Pech gehabt. Bittu automatisch im Verzug und bekommst ne Teilkündigung. Sperrung sowieso. Da sind die ma schnell bei der Sache.
Heißt: Sie machen nach ordentlichem Gemecker natürich nach 4 Tagen wieder auf, buchen auch um, aber MMS schalten sie nicht frei. Hab ich ja nicht gesagt, dass ich das will.
WAAAAAAAS? Sagt mal, hakts? Totaler Ausfall der Frontallappen?
War doch vorher auch frei. Muss ich jetzt alles einzeln anfordern?

Das ist ein Verein, der jedem Vergleich von mieser Dienstleistung standhält.
Meine Note für die Säcke:
Preis-Leistung : 1 (wenns denn funzt)
Service : 6 (man kommt kaum durch)
Kundenbetreuung: 4 (es sei denn, man erwischt jemanden, der Ahnung hat)
Eigenes Denken : 6

Einen freundlichen Gruß an eins der kleinen Mäusschen von der Kundenbetreuung:
Nicht nur das Sprechen sollte so gelernt sein, dass man neben Dialekt auch etwas versteht, sondern selbständiges Denken sollte dringendst geübt werden!!!
Kostet Euch mal wieder nen 10er an Gutschrift.
Das ist dann das zweite Mal. Nun denn. Wenn ich noch ein paarmal Grund zum Anruf hab, könnt Ihr mir den Vertrag gleich umsonst geben.

Boah - ich koche. Scheißverein!!!

Mittwoch, 22. Juli 2009

Ein Kinobesuch



Gestern haben wir uns in den Leverkusener Kinotempel begeben und mit ungefähr 500 anderen Augenpaaren Harry Potter und der Halbblutprinz gesehen.

Er hat mich nicht mitgerissen aber so etwas ist bekanntlich Geschmackssache und echte Fans kommen sicher auf ihre Kosten.

Geprägt von Hermines Herzschmerz, Harrys Pfuscherei (mangels solide fundierter Zauberkenntnisse), Dumbledores Tod, einer weinerlichen Hermine und einem verschisserten Drako Malfoy wurde dort mehr geschmollt und geheult, als es nötig gewesen wäre und mit Liebestränken herumexperimentiert.

Ein netter Film, auch wenn er nicht annähernd an die vorhergehenden Teile herankommt.
Ein wenig zusammenhanglos, aber wärmer inszeniert als die ersten Folgen, dafür pubertätsgeprägt (es wird sogar geknutscht) und lustiger.
Warum allerdings nun plötzlich Voldemort eine solche Macht bekommt und Dumbledore nicht verschwindet, statt sich krulchmulchen zu lassen bleibt offen und ich hoffe, dass sich das beim Lesen von Band 7 herauskristallisiert. (Auf Seite 320 bin ich da immer noch nicht klarer.)

Alles in allem sehenswert, aber man kann getrost warten, bis er als DVD erhältlich ist oder Kino.to ihn hat.

Montag, 20. Juli 2009

Örgs

... ich glaub, mir wird schlecht.



Mit was wurde das Steigen der Milchpreise noch gerechtfertigt???

Freitag, 17. Juli 2009

Anruf am Morgen

Heute morgen um 7 weckte mich der Anruf meiner besten Freundin:
"Wir sind unterwegs. Wenn mein Gatte sich noch weiter aufregt, sag ich hiermit schonmal: Schönes Leben noch. Für mich kanns nur entspannter werden. Ich hab Valium im Gepäck."
"Schreck. Fliegen wäre sicherer gewesen. Du hast nicht wirklich Valium dabei, oder? Die verhaften dich anner Grenze."
"Schätzeken, die brauch ich gar nicht. Ich bin so abgestumpft, ich hab nen Lebenstrip."
Ich erinnere mich an seinen Spruch, als sie ihm die Verdachtsdiagnose mitteilte und er meinte: "Ich hab auch Rückenschmerzen."
Kurz war ich dazu bereit, ihm auch noch Genitalschmerz zuzufügen, aber das wäre sinnlos gewesen. Der Kerl merkt eh nichts mehr und mein Lächeln hat ihn mehr aufgeregt, als jede sinnlose Bemerkung.
Mit der kurzentschlossenen Buchung eines kleinen Hotels in der toskanischen Pampa hat er die geplante Feierei am Wochenende erfolgreich gecancelt, der Sack. Danke, an das Oberarsch.

Meine Gedanken hierzu: Es gibt kein schlimmeres Übel, als mit jemandem, dem man lieber den Rücken kehren würde auch noch in Urlaub zu fahren und sich die zur Schau gestellte vermeintlich traute Zweisamkeit gleich 2 Wochen an Stück im entlegensten Teil Italiens anzutun. Ich hoffe, sie erschlagen sich dort nicht gegenseitig und werden von irgendwelchen streunenden Hunden angefressen. D.h. also .. zumindest meine Freundin hätte ich doch schon gern wieder heile hier.

Gute Reise ;o) Ich besteche den italienischen Hotelportier, damit er hintern Hotelbusch nen Baseballschläger stellt.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Hormonschwankungen oder Die Frau kurz vor die Wechseljahre

Frau, insbesondere ich befindet sich in nem Alter, in dem, sollte sie noch keine Brut ausgebrütet haben, die Hormone Tango tanzen. Den Part hab ich ja nu durch und Wiederholung kommt gar nicht in Frage, es hilft aber nix.
„Je oller je doller“, meinte meine Mum. Ich sag dazu: „Bullshit. Ich will die nicht.“
Erbmasse, biologische Uhr, Falten (die sind mir hupe und gehören halt dazu) und diese Zerrissenheit, die einem die Haare im Nacken sträubt, rastlos macht, irrationales Denken schürt. Da kommt man sich langsam echt dämlich vor.
Ich sehne mich nach dem nonhormonellen Zustand eines Einzellers.
Ungefähr so, wie es ne Amöbe haben müsste; genüsslich im Teich mit anderen Amöbchen, die einem zwar bewusst aber hupe sind.
Is man Weibchen merkt mans nicht, denn man ist geschlechtslos.
Paradiesische Zustände glaub ich. Läuft was schief teilt man sich einfach und alles ist in Butter.
Wie einfach wäre so ein Leben, würde man seinen Hormonen einfach freien Lauf lassen und besäße kein Hirn und dieses Mistding von Hypothalamus-Zwischenteil, der einem Streiche spielt?
Sorgloses Teilen inbegriffen dümpelte man fröhlich futternd durchs Gewässer, teilte sich mal hier und mal da und weil alles gleich ist, wär einem alles gleich.
Wenn ich nochmal auf die Welt komme und es Reinkarnation gibt, dann äußere ich hiermit ausdrücklich den Wunsch:

Lasst mich ein Amöbchen werden.

Ach .. und wenn dann doch mal ein Menschlein kommt, dass an meinem Teich nippt, wäre es ein Leichtes, dem ne Packung zu verpassen. Amöbenruhr ... schließlich sollte man ja wenigstens zu etwas nützlich sein.

Dienstag, 14. Juli 2009

Ein Tag in Rotzlöffelvalley

9:00 Uhr
Anruf meiner Mum:
„Hör mal. Mein Auto springt nicht an. Ich komm mal kurz rüber und nehme mir deins, ja?“
*gähn* „Ja klar, nimm und brings heil zurück. Bis gleich.“

9:10 Uhr
Mum klingelt Sturm. Sie hat ihren (meinen) Schlüssel vergessen. Ich quäl mich ausm Bad und wie ne durchtränkte Mumie im Handtuch zur Tür.

9:20 Uhr
Handygebimmel. Meine Freundin: "Haste nen Kaffee? Komm grad vom Doc. Gute Nachrichten." "Jo, wart noch 10 Minuten. Ich will wenigstens trocken und angezogen sein, wenn du aufschlägst."

9:30 Uhr
Es klingelt, Kaffee machen, Quasseln, noch n Kaffee, nochn Kaffee … (langsam macht sich mein Magen bemerkbar). Die weltbeste Nachricht überhaupt: Der Verdacht auf Leberkarzinom hat sich in die Diagnose: Venöser Knoten an der Leberaorta verwandelt. Ich find das so geil. Darauf noch nen Kaffee…. Das verleiht einem doch gleich höchste Hochstimmung. YEAH!!!! Am Wochenende wird gefeiert. Aber sowas von.

9:45 Uhr
„Mama? Wer hat denn hier schon heute morgen Sturm geklingelt? Ich bin sooo müde. Und bevor ich es vergesse, ich muss gleich mal das Auto haben. Ich brauch was für ins Aquarium.“ „Musste warten. Die Karre ist mit Oma unterwegs.“
Es folgt Gegrummel und Gemecker und die nächste halbe Stunde ist die Nasszelle blockiert. (Mein Kaffee will raus)

10:00 Uhr
Anruf Bruder:
„Soll ich dir die Hecke schneiden?“ „Vergiss es, aussen hab ich schon selber. Zu spät gefragt. Den Rest hab ich in Auftrag gegeben. Du hast selbst genug zu tun.“
„Och, hab grad ein bisschen Zeit und dachte, ich komm mal rum. Käffchen parat?“
„Klar, komm du mal … Alles feddisch, ich auch.“

10:15 Uhr
Ein Bruder kommt.

10:30 Uhr
Anruf aus der MyHammer-Auktion:
Heckenschnitt oben drauf und innen erfolgt Mittwoch morgen 9:00 Uhr. Geil … und das zu meinen Konditionen und ohne dass ich jemanden anhalten muss wie ein Krüppel am Berg. Geht doch. Brüderchen guckt n bisschen betreten. Macht nix.

11:00 Uhr
"Huhu, ich wollte mal auf nen Kaffee vorbei kommen bevor die Miezen alle weg sind. Mama ist nicht zu hause und ich dachte, ich warte bei dir."
Unangemeldet aufgetaucht: Meine Schwester. Scheeeeeeeeeeeiße.Ok, noch mehr Kaffee auf leeren Magen.
Meine Freundin verpisst sich, bevor sie meiner Schwester eine klatscht. Die mögen sich gegenseitig wie Pickel am Hintern. Mein Bruder macht sich auch dünne, zu viel ist ihm zu viel.

11:45 Uhr
Meine Nerven liegen blank. Meine Schwester ist anstrengend, weiß alles besser, ist schräg und verschroben und nervig, meine Mum ist immer noch nicht wieder da. Ich habe Angst um mein Auto bei ihrem Fahrstil. Ich beneide meinen Bruder. (Habe Mordgedanken)

12:00 Uhr
Gedanken: "Gleich schmeiß ich sie einfach raus. Oder noch besser, ich bring sie um." Ich wollte aufräumen, saugen, die Spülmaschine ausräumen, das Bad wischen."

12:30 Uhr
Gott sei Dank. Meine Mum ist wieder da. Meine Tochter kann abzischen und ihre mittlerweile auf den 0-Punkt geratene Laune aufbessern. Mama bekommt natürlich auch nen Kaffee, erzählt ausgiebig von ihrer Odyssee durch die Läden der näheren Umgebung und hat Sitzfleisch.
Meine Schwester auch. (Zittern. Meine Nerven liegen blank)
Zu viel Kaffee, zu viel Schwester. Zu viel Nikotin. Zu viel Geräusch. Zu wenig Erledigtes. Ich beneide meine Tochter und tingel kurz über die Blogs, während sie im Wz sitzen und sitzen und sitzen. Streik.

13:00 Uhr
Telefon. Meine Nachbarin: „Ich habe gerade ihre Mauer ein wenig mitgenommen. Die obere Platte ist verrutscht. Ich lasse das kommende Woche richten. Wollte nur Bescheid geben.“ Ich wusste, sie kann nicht fahren. „Machen sie das. Aber lassen sie während der Arbeiten ihren Hund daheim. Danke.“

13:30 Uhr
„Mama? Kannste mich gleich zu Calli fahren?“
„Wir essen aber erstmal.“
„Ich hab keinen Hunger.“
„Egal. Ich aber und ich kipp gleich um.“
„Sei doch nicht so nervös. Was haste denn?“
„Koffein-, Nikotin- und aktute Schwestervergiftung, Süße. Mund halten, Land gewinnen. Ich brau ein Gegenmittel. Dann fahr ich dich sobald deine Schwester wieder da ist.“ Sie verkrümelt sich. Wenigstens keine Diskussionen. Uff. Wäre auch sinnlos gewesen.

14:15 Uhr
Weg sind Mutter und Schwester. Endlich essen. War auch Zeit. Der Koffeinpegel sinkt, das Zittern lässt langsam nach. Schnell die Wäscheschlampe angeschmissen und das Zeug aufgehängt. Mist, der Hund muss auch noch raus.
Ich setz mich kurz an den Rechner und versuche mich herunter zu fahren während er hochfährt.

14:45 Uhr
Telefon. Ich will nicht drangehen. Eins der Kinder hat angenommen. Keine Chance.
Aaaaaaah. Meine dicke Bekannte. Erwischt. Trotz mehrfacher Abwimmelversuche (Kleintochter ruft im Hintergrund: „Mama, ich muss jetzt aber doch langsam mal los!!“) hab ich sie ne Viertelstunde am Ohr und verdrehe die Augen.
Die hat mir noch gefehlt. Die hört nicht auf zu reden. Ich täusche einen Schwächeanfall vor und einen Zusammenbruch der DSL-Leitung, weil sie vernünftigen Argumenten nicht zugänglich ist. Bööööser Rotzlöffel, böser ;-)
Abgewimmelt, jetzt schnell an die Wäsche und mir mal die kaputte Mauer betrachtet.
Ganze Arbeit. Aber mehr an Nachbarins Auto als an der Mauer – hihi … das war die Lina-Hunde-Mutter. Hach, manche Dinge sind doch zu geil, oder? Ich glaube, ich bin böse *lach* Das ohne mein Zutun. Tja, manche Dinge regeln sich ganz von alleine… *flöööööööt*

15:45 Uhr
Bevor mich noch jemand belagert fahre ich Kleinrotzlöffel (den Hund nimmt sie mit) weg und dann einkaufen.
Die Oma vor mir an der Kasse bezahlt in Centstücken nachdem sie die Warteschlange über ihre Gesundheitsprobleme informiert hat. "Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!"

17:00 Uhr
Ruhe? Never.
Die Leute, die eine Katze haben wollen stehen unangemeldet auf der Matte. Unverschämtheit. Die Hütte sieht aus, wie nach nem Bombeneinschlag auf Kabul. Peinlich. Aber jetzt ist eh alles schnuppe. Der Tag ist hin. Ausgepackt hab ich auch noch nicht. Die Butter schmilzt, der Braten wird warm. Heute abend gibt’s ne Fertigpizza. Ist eh angetaut. Geht dann auch schneller.

18:00 Uhr
Weg sind sie wieder. Kommen nächste Woche wieder und entlasten mich von einem potentiellen Gardinenzerstörer und Fußbeißer.
Wäsche innen Keller. Draußen regnets und die aufgehängten Handtücher sind auch schon wieder nass. Tolle Wurst.

18:30 Uhr
Anruf meiner Kleinen: Abholen bitte gegen 21 Uhr. Klar. Mach ich. Aber erst tanken, sonst bleib ich auf der Hälfte der Strecke in der Pampa stehen.
Pizza innen Ofen, derweil den Staubsauger angeschmissen.

19:30 Uhr
„Pizza? Och nööööööööö.“
Ich flipp gleich aus hier. (Wunsch, die Jahre genau um 19 zurück zu drehen)

20:00 Uhr
„Wir wollen nach Köln. Kannste uns gleich zum Bahnhof bringen oder soll ich das Auto nehmen?“
„Ne, lieber Zug, ich brauch das Auto. Ich fahr Euch hin.“
„Um kurz nach 1 sind wir wieder da. Muss ich dann laufen? Dann bin ich sicher total feddisch, Mama.“ Es folgt Augenklimpern.
„Oh menno. Fragt mich mal jemand? Ich komm um viertel nach 1 zum Bahnhof. Passt das?“
Knuuuuuuuuutsch. Was tut man nicht alles, damit die Kids wieder heil heim kommen?

20:45 Uhr
Ich hatte genau ne 1/4 Stunde für mich. Nach etlichen Stylings, Belagerung + Verwüstung des Bades, Suchen nach dem passenden Outfit, Versprühen von MEINEM Parfum, Fahrt zum Bahnhof und Abtransport per Bummelzug habe ich den Kleinrotzlöffel wieder beim Freund aufgepickt. Wo ich doch schon mal unterwegs war…
(Gemecker: zu früh abgeholt) ... Boah, ey ...

21:30 Uhr
Ruhe? Pfffffff.
Minimaus hat Rechnerprobleme. Beim Zusammenstellen eines kleinen Filmchens hängt das Programm. Gemecker aus dem Obergeschoss, wildes Fluchen. Mama muss helfen.

22:30 Uhr
Der Rechner ist zu lahm. Wir haben auf meinen Lappi umgesattelt. Alle Bilder rüberkopiert, geschnitten, Mucke eingefügt, Kind zieht das Ding auf ihren PC und ist glücklich.Endlich.

23:00 Uhr
Anruf Großtochter: „Es ist echt kacke hier. Nix los. Wir kommen früher. Sind in ner knappen halben Stunde da.“
„Dann biste ja noch fit. Wie wärs dann mit Laufen?“
„Och … ähm … Ich hab dich sooooooooo lieb Mami.“
„Jaaaaaaaahaaaaaaaaaa … klar hol ich Euch ab … hab ja sonst nix sonderlich Interessantes vor und Eigenleben kenn ich gar nicht.“

23:40 Uhr
Alle Kinder daheim. Die Großen n bissken unausgelastet, die Kleine mag noch nicht schlafen. Schließlich sind Ferien.
Jo, Kiddis. Ferien. Und wisst Ihr was? ICH HASSE SIE … also die Ferien, nicht die Kinder.

Und zur Zeit?

Während Muttern hier getippt hat, hat sich das so gar nicht müde Kleingör in MEIN Bett geschlichen und macht sich breit. Schläft angeblich so tief und fest, dass Wecken sinnlos ist. (Notitz: In Theatergruppe anmelden, DRINGEND!) Ich quetsche mich gleich daneben und ergatter mir so viel Platz wie möglich.

Möchte jemand tauschen? Jedenfalls wird’s hier nie langweilig *seufz*
Guts Nächtle allesamt.

Montag, 13. Juli 2009

Ich krieg gleich n Anfall

Wenn ich jetzt irgendwie diese SCHEIß MODERATIONSFUNKTION ausgeschaltet bekomme, die ich hier wohl reingepackt habe, klappts auch wieder mit dem Kommentieren. *fluuuuuuch*
Kommis zu unterem Post werden mir als anwesend angezeigt, aber lesen kann ich sie nicht und nirgends und somit leider auch nicht freischalten. Mea culpa. Ich gelobe Besserung.
Ich prokel mal in den Einstellungen herum.
Derweil könnt Ihr versuchen was geht.

Anfängerglück

"Mum? Das Garagentor schließt jetzt wieder."
"Hä? Wie haste das denn gemacht?"
"Ich bin davor gefahren und nun gehts wieder astrein zu.Toll, was?"

"Ahhhhhhhh ja." Prima. Es ist zwar im letzten Sommer erst frisch angepinselt worden, aber wenns jetzt wieder hübsch zu geht, solls mir recht sein ... hihi.

Und die Beule sieht man ... kaum ;o)
Gut, dass ich nen Panzer fahre. Der hat nix abbekommen.

Sonntag, 12. Juli 2009

Ich habe fertig

... und ich hoffe, dass niemand mehr folgt. Nicht ich und keiner, der mir ans Herz gewachsen ist.
Ab morgen geht es locker flockig weiter und wenn ich eines gelernt habe, dann, dass man sich immer voll auf Menschen einlassen sollte.
Es ist das Wesen der Dinge, dass Menschen in unser Leben treten und es auch wieder verlassen. Wir alle werden geboren um zu sterben.
Was dazwischen liegt sollte genossen werden, wie man es nur genießen kann, wenn man sich der Endlichkeit bewusst ist.
Es nutzt nix über Schicksale zu jammern, denn das bringt einem im Leben niemals weiter.
Genießt Euer Leben, lasst niemanden auf der Strecke, macht das Beste daraus und lasst Euch niemals durch vermeintliche Stolpersteine aufhalten.
Sie mögen noch so groß sein: Es gibt immer Wege, auf denen man sie umgehen oder über die man klettern kann.

Aufgeben gilt nicht und ist im Programm der Abläufe nicht vorgesehen.
Manchmal ist Freundschaft und Liebe mehr wert als alles Gold dieser Welt. Vor allem gibt sie Halt.

Und wenn ich einmal ins Gras gebissen habe, dann kann man von mir sagen: Boah ey, die hat gelebt ;o)

So - nu genug davon. Es war mir einfach wichtig, mir diese Kacke von der Seele zu tippen, was hiermit erledigt wurde. Dafür extra einen Blog zu eröffnen wäre dämlich gewesen.

Ich habe fertig.

2006

„Was ist mit diesem Wochenende, Fröschi? Ich habe frei. Kommst du mit? Eine Runde ins Bergische? Riktig Wind um die Nose? Ich muss auspowern. Ich möchte dich dabei haben.“

Die letzten Wochen war er ständig unterwegs gewesen. Die Asiaten, für die er eine Werbecampagne starten sollte, hielten ihn auf Trab. Sein Chef machte sich rar und überließ ihm das Management. Er tingelte zwischen Haltern und Berlin ständig hin und her, wusste nie, wann er wo war und wann er frei hatte.
Wenn es die Zeit erlaubte, flog oder raste er zu seiner Mum.
Das war so selten, dass sie sich Internet anschaffte, damit sie in Kontakt blieben.

Ich lernte ihn in einer Community kennen und wir verstanden uns unglaublich gut.
Als Freunde, denn es gehört zu mehr auch mehr, so dass wir uns darauf einigten, bei Freundschaft zu bleiben.

Ein Leben auf der Überholspur. Immer unterwegs, nie wusste man, wo er morgen stecken wird. In der Freizeit dominierte seine Ducati. Der Nürburgring und unsere hiesigen Serpentinen waren seine besten Freunde.
Niemals hätte ich mich auf eine Fahrt mit ihm als Sozia eingelassen. Erstens war hinten eh kein Platz. Zweitens war er lebensmüde und immer am Limit mit allem was er tat.

„Was ist nun? Kommst du mit?“
„Nein. Dieses Wochenende musst du alleine cruisen. “

Es war April. Der Anruf seiner Mutter kam um 8 Uhr morgens und sie erzählte mir in gebrochenem Deutsch, dass sie ihren einzigen Sohn verloren hatte.
Er hatte keine Bremsspur hinterlassen. Die Leitplanke war durchbrochen, die Ducati ähnelte in nichts mehr der roten Maschine. Sein Genick war gebrochen. Er war sofort tot.
Er wurde eingeäschert und in Wales begraben. Daheim.
Mir blieb ein Bild von ihm und ein Zettel für mich und ein Kreuz, dass seine Freunde ihm an die Leitplanke setzten. Kurz vor Dabringhausen kreuzte vermutlich Wild seinen Weg und die Straße war feucht.

Manchmal frage ich mich, ob es anders gelaufen wäre, ob er noch am Leben wäre, hätte ich Zeit gehabt oder sie mir einfach genommen und hätte er dadurch langsamer fahren müssen, weil ich eine Mopedschnecke war.

Seitdem bin ich nicht mehr selbst gefahren und noch heute vermisse ich ihn unglaublich.

So long Jem, du fehlst mir immer noch.

2004

„Wie niedlich sie tanzen. Wie die Elfen. Sieh mal.“
Unsere beiden Kleinen hatten ihren ersten großen Ballettauftritt und waren stolz und aufgeregt und hatten rote Gesichter.
In ihren Tütüs sahen sie etwas overdressed aus, aber die dünnen Beinchen unter ihren Röckchen machten daraus etwas so niedliches, dass es einem die Tränen in die Augen trieb.

„Ich habe solche Schmerzen in den Beinen. Ich muss heim. Kannst du Alina nachher mitbringen? Es hat keinen Sinn zu warten, bis sie fertig sind. Ich muss mich hinlegen.“

Der Arzt meinte eine Woche später, Verdacht auf Thrombose und das bestätigte sich auch.
Einige Tumore verursachen Thrombose.
Das Mamakarzinom, das im Blutbild feststellbar war, war auf Ultraschall und CT nicht mehr auffindbar.
Dafür hatte es ganze Arbeit geleistet. In Leber, Rückenmark und Hirn befanden sich bereits Metastasen.
Als ich sie im Krankenhaus besuchte, freute sie sich darauf, am nächsten Tag heim zu können.
Daraus wurde nichts, weil sie auch in der Lunge Herde aufgefunden hatten und sie erst auf Medikamente einstellen wollten. Eine Chemo war sinnlos.
Sie entließen sie eine Woche später auf eigenen Wunsch zum Sterben daheim.
Sie wollte ihre letzte Zeit nicht im Krankenhaus zubringen und wusste, dass es vorbei war.
9 Wochen nach der Diagnose starb sie zu hause im Kreis ihrer Lieben, die sie in den letzten 2 Wochen Tag und Nacht rund um die Uhr begleiteten.

Die kleine Alina verlor ihre Mama mit 9 Jahren

1996

„Ich will dieses Kind unbedingt haben. Ich lasse es nicht wegmachen. Es ist noch Zeit genug, wenn ich entbunden habe.“ sagte Mercedes und lächelte gequält.

Sie haben ihr geraten, die Schwangerschaft abzubrechen, weil einer ihrer Eierstöcke mit dem Darm verwachsen wäre und man in der Schwangerschaft den Krebs nicht operieren könne, ohne sie zu beenden.

"Mimo wünscht sich so sehr ein Kind und nach der Operation werde ich keine mehr bekommen können."
„Du hättest mit einer Niere ohnehin nicht schwanger werden dürfen. Die eine schafft das nicht, das weißt du.“
„Manchmal muss man ein Risiko eingehen.“

Im April 94 wurde ihre kleine Tochter geboren und man schob sie gleich aus dem Kreissaal in den OP. Es folgten 3 Chemos.
Erst schien alles in Ordnung zu sein. Die drei waren glücklich und bauten sich ihr Haus in Italien um.
Als ich im Frühsommer 1996 bei ihr zu Besuch war, meine kleine Tochter mit ihrer Tochter im Garten saß und sie friedlich spielten, lächelte sie mich an und meinte:
„Übermorgen bekomme ich meinen Beutel, dann wird überbrückt , dann nochmal eine Chemo und in 3 Wochen ist unser Haus fertig. Und im September machen wir 6 Wochen Urlaub und können uns zurücklehnen.“

Im August haben wir sie beerdigt. Die kleine Viola hat ihre Mama niemals richtig kennengelernt und hat nur noch Erinnerungen in Form von Bildern.

Sie starb mit 30 Jahren an Darmkrebs, weil sie das Leben ihrer Tochter wählte.

1989

„Engelchen, kann ich zu dir kommen?“
„Klar kannst du, das weißt du doch. Immer wenn du magst.“
Reinhard brauchte keine halbe Stunde.
Wir haben 3 Jahre der Schulzeit miteinander verbracht, dann haben wir uns kurz aus den Augen verloren bevor er ein halbes Jahr zuvor zu seinem Vater nach Hildesheim zog, um in seinem Betrieb eine Ausbildung anzufangen.
Die letzten Jahre der Schulzeit hat er sich durchgemogelt, war aufsässisch, musste nie lernen, war klug, aber faul und rebellisch. Er konnte es seinem Dad niemals recht machen. Er kam vom Gymnasium in unsere Klasse und war der Beau.
Von Anfang an verstanden wir uns gut.
Nach der Schule verbrachten wir viel Zeit miteinander, dann zog er weg.

Jetzt stand er vor der Tür. Dünn wie eine Bohnenstange, gelb im Gesicht, eingefallene Wangen, die braunen Augen eingefallen und die Nägel schwarz.

„Ich möchte mich verabschieden.“ sagte er und nahm mich in den Arm.
„Wieso verabschieden? Du bist doch grad erst gekommen.“
Wir setzten uns in mein kleines Wohnzimmer und er gab mir ein paar Briefe, die ich in ein paar Wochen zur Post geben sollte.
Nach 2 Stunden ging er. Ich habe ihn nie wieder gesehen.

Das Heroin und seine Verzweiflung haben ihn aus dem Leben gerissen. Er war Anfang 20 alt und wollte nicht an der Chemotherapie sterben, die ihm die letzte Kraft nahm. Die Leukämie war nicht heilbar, denn als die Diagnose feststand, teilte sein Vater ihm mit, dass keiner aus der Familie im etwas spenden könne. Er wäre adoptiert worden, als er ein Baby war...

Freundinnen

"Du wolltest heute nicht hier sein."
Sie sah mich fragend an.
"Ich sollte genau hier sein."
"Aber du wolltest doch fahren."
"Was man möchte und was man besser nicht tut, sind zwei verschiedene Dinge.Ich übernehme deine Leber, wenn du dafür mein Herz übernimmst."
"An der würdest du sterben wenn es das ist, was es zu sein scheint."
"An meinem Herz auch, Süße."
"Das glaube ich nicht, das ist stark, aber weißt du was? Wir haben uns 33 Jahre begleitet, dann können wir auch zusammen ins Gras beißen."
Sie nimmt mich in den Arm und wir sitzen in der alten Laube, hören dem Regen zu und beobachten die Mücken, die um die alte Laterne tanzen.
Keiner von uns will nach hause.
Heute erwartet uns dort nichts.
Nichts, was es wert wäre, heim zu gehen, all unsere Kinder sind heute untergebracht.

Ich hab sie so lieb und ich seh in ihr Gesicht und weiß, dass wenn die Diagnose bestätigt wird, ich einen weiteren Menschen verliere. Noch eine Freundin. Noch einmal Kinder, die ratlos und voller Schmerzen zurückbleiben.
Ich habe Angst; ich frage mich:
Welches Recht habe ich, mich über mein Schicksal zu beklagen?
Ihres von oben gelenkt, meines schlichtweg hausgemacht.
Wenn ich sehe, was sie schon alles ertragen hat, komme ich mir schäbig und egoistisch vor. Und klein.

Samstag, 11. Juli 2009

...

Freitag, 10. Juli 2009

zu früh

Ein Mann stürmt in den Seminarraum der VHS und stellt fest, dass er leer ist.
Er fragt den Hausmeister:"Soll hier nicht der Kurs "Hilfe bei vorzeitiger Ejakulation" stattfinden?"
Darauf der Hausmeister:"Der ist um 17:00 Uhr. Sie sind eine Stunde zu früh gekommen."

Donnerstag, 9. Juli 2009

Unterhaltung

R:" A. hat mir gesagt, ich wäre eine Glassplittereisbombe mit Sahnehäubchen.Tödlich."
M.:"Dann sag dem, wenn die Typen nur ans fressen denken, und sich an den Glassplittern verletzten... selber schuld... Torten schmelzen, wenn sie warm werden und dann kommt der süße Kern."

Och, so hab ich das noch gar nicht gesehen *lach*

Handtaschenkontrolle

Dank Lilly hab ich den Inhalt meiner Handtasche inspiziert.
Weil sie klein ist passt nicht soooooooo viel rein. Meistens platzt sie aus allen Nähten, aber da ich sie letzte Woche komplett entmistet hatte, sieht der Inhalt jetzt leicht überschaubar aus.



Man sieht:
- Wimperntusche
- Kajalstift
- Eyeliner
- Taschentücher (notfalls zum "Selberkurbeln")
- Handy (Rotzlöffel ohne gibts nicht)
- Autoschlüssel
- Portemonaie mit mehr Kram drin als Geld
- Labello
- Handdesinfektionsmittel für nachn Einkauf bei dat Aldi
- 2 Lippenstifte beide in mauve und leichtem Rotbraunton
- Handcreme
- Nagelfeile (falls mir beim Augenauskratzen mal was abbricht)
- Kippchen und 1 intaktes sowie 2 NICHT-funktionierende Feuerzeuge
- Fishermans natürlich ohne Zucker *haaaaaaaaaaauch*
- ne Lümmeltüte
- n Stöpsel
- n Haargummi
- 2 Spongebob-Pflaster
- nen Füller ohne Patrone und demnach völligst sinnlos
- und ein Parfum-Pröbchen von Armani/Code *lechz*

Hiermit zur Plünderung freigegeben.
Man sieht den Handtascheninhalt einer Jungfrau. Übersichtlich, praktisch und mit wenigen unnützen Dingen.

... und wer mag, kann sich dieses Stöckchen schnappen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Wo sind sie hin die alten Zeiten?

Meine Mädels finden es zur Zeit lustig, mit irgendwelchen Wörtern herumzuwerfen.
Da fallen die Wörter "Fo**e" und "f***en" und sie lachen sich kaputt und mir fällt nix mehr ein.
Je lauter desto besser (scheint ein neues Spiel zu sein) und ich denke, ich hab wohl echt was falsch gemacht mit meiner lockeren Erziehung.
Aber auch so sieht man überall Werbung der Marke "Ruf mich an *hechel*...", "Elvira the sexiest wartet nur auf dich *stöhn*" und "Gay sucht heißen Boy", sobald man sich eine dieser hellwachen Vollmondnächte um die Ohren haut.

Bin ich verklemmt oder was? Und die vielleicht einfach nur locker drauf?
Ich sehne mich ein wenig nach den alten verklemmten Zeiten zurück, in der man in ner schummrigen abgetakelten Disco zu irgendnem Schmusesong verschmitzt zarte Annäherungsversuche gestartet hat (hab ich schon erwähnt, dass ich Diskotheken immer gehasst habe?) und überlege, was meine Weiber so treiben, sollten sie mal jemanden aufreißen wollen.

Ich mags mir nicht vorstellen.
Die Mädels, die nen Typen klasse finden, auf ihn zugehen und sagen: "Hey, Herzchen, willste ne Runde Rohrverlegen" sind mir echt zuwieder. Zu denen gehören meine Mäuse zwar nicht, aber faustdick hintern Ohren haben sies allemal.
Ich werd alt, klare Sache und auch wenn ich durchaus klar zu äußern vermag, was ich will und auch was ich nicht will, gehen für mich einige Dinge zu weit.

Ich kaufe jetzt besonders schalldichtes Pflaster und sage meinen Mädels, dass sie es so machen sollen, wie wir es geübt haben, als sie klitzeklein waren und mit den "frechen Ausdrücken" aus dem Kindergarten kamen:

"Geht doch in den Wandschrank und da könnt ihr all die Wörter sagen, die Euch gefallen und wenn Ihr fertig seid, dann kommt Ihr einfach wieder raus." Immer kamen sie breitgrinsend und befreit wieder raus.

Heute sehen sie mich manchmal an und ich seh in ihren Augen: "Die wird alt."

Aber egal. Mir gefiel es besser, als man noch einige Dinge heimlich tat, verstohlen hinter Hecken knutschte, sich heimlich mit einer Decke im Sommer am Baggerloch traf und Petting noch Petting war und kein Beischlaf, man flüsternd und leise nachts durchtelefonierte, die Dinge auf sich zukommen ließ und händchenhaltend Sterne beobachete.
Romantik goes über die Wupper.
Rotzlöffel goes echt spießig.

Montag, 6. Juli 2009

Rotzlöffel goes korinthenkackerisch

Man, seit Tagen hätte ich die Hecke schneiden müssen.
Hinderungsgründe:

1. Die unter mir fuhren in Urlaub. Glatte 2 Wochen parkte deren Wagen mehr in als an meiner Hecke und wuchs zu. Schneiden unmöglich oder ich hätte den Wagen aussparen müssen.

2. Es regnet.

3. Es ist zu heiß.

4. Ich hatte Besuch.

5. Ok, ok, einmal hatte ich die Gelegenheit und ausgerechnet da keine Lust

6. Mein Bruder hat mir mein 40-Meter-Kabel weggeelstert und findet es nicht mehr. Arsch :-( Denn ohne das geht das nicht und die Kabeltrommel ist zu kurz.

7. Als ich gestern schneiden wollte, sagte man mir: "Heute doch nicht, es ist Sonntag" ... pfff ... Spießer ...

8. Bin ich ständig belagert oder es will wer was von mir und hält mich vonna Arbeit ab.

9. Da parken schon wieder irgendwelche Irren am Grün oder sogar direkt so vor dem Eingang zu meins Häusschen, dass ich mich übern Seitenstellplatz vom Quad zu meiner Haustüre quetschen muss. Vorbei an der Eibe, zwischen Stacheln und Quadreifen.

10. Kaum bin ich in der Garage verschwunden um Kabel und Heckenschere zu holen, dreh ich mich rum und der vormals freie Gehweg wird wieder von nem Auto geziert. Parkverbot auf Gehwegen wird dabei ignoriert. Is ja Anlieger und da denken sie wohl, "passt schon."

Und meist isses der Besuch meiner netten Lina-Köter-Nachbarin. Die sind da komplett schmerzbefreit und haben das Autovernünftigabstellen nu wirklich nicht erfunden.

Aber nu reichts mir mit der Parkerei endgültig. Da der einfache und schlichte Satz

Wenn du bumst wie du parkst, bekommst`n nie rein


bisher nicht zog, hab mir ein neues Zettelchen ausm Netz gemopst und das bekommt jetzt jeder an die Scheibe gebeppt, der da so idiotisch, bescheuert und knapp auf dem Gehweg parkt.
Und diese Kamelflöhe, die besorge ich mir auch noch. So.

Freitag, 3. Juli 2009

Puh

Nach ner halben Stunde Autobahn + Stau und mit defekter Klimaanlage fühl ich mich in etwa so:



Außerdem riechts aus der Lüftung meines alten Pampersbombers irgendwie eigenartig.
Als hätte jemand da nen toten Vogel reingesteckt.
Ich geh mal drin rumpopeln. Vielleicht kann ich was Stinkiges entdecken :o(

Mittwoch, 1. Juli 2009

Bei der Hitze bloß nicht bewegen