„Ich will dieses Kind unbedingt haben. Ich lasse es nicht wegmachen. Es ist noch Zeit genug, wenn ich entbunden habe.“ sagte Mercedes und lächelte gequält.
Sie haben ihr geraten, die Schwangerschaft abzubrechen, weil einer ihrer Eierstöcke mit dem Darm verwachsen wäre und man in der Schwangerschaft den Krebs nicht operieren könne, ohne sie zu beenden.
"Mimo wünscht sich so sehr ein Kind und nach der Operation werde ich keine mehr bekommen können."
„Du hättest mit einer Niere ohnehin nicht schwanger werden dürfen. Die eine schafft das nicht, das weißt du.“
„Manchmal muss man ein Risiko eingehen.“
Im April 94 wurde ihre kleine Tochter geboren und man schob sie gleich aus dem Kreissaal in den OP. Es folgten 3 Chemos.
Erst schien alles in Ordnung zu sein. Die drei waren glücklich und bauten sich ihr Haus in Italien um.
Als ich im Frühsommer 1996 bei ihr zu Besuch war, meine kleine Tochter mit ihrer Tochter im Garten saß und sie friedlich spielten, lächelte sie mich an und meinte:
„Übermorgen bekomme ich meinen Beutel, dann wird überbrückt , dann nochmal eine Chemo und in 3 Wochen ist unser Haus fertig. Und im September machen wir 6 Wochen Urlaub und können uns zurücklehnen.“
Im August haben wir sie beerdigt. Die kleine Viola hat ihre Mama niemals richtig kennengelernt und hat nur noch Erinnerungen in Form von Bildern.
Sie starb mit 30 Jahren an Darmkrebs, weil sie das Leben ihrer Tochter wählte.
vor 2 Tagen
